Eine Europoolpalette (umgangssprachlich: Europalette) ist eine Flachpalette (FP) aus Holz aus dem Tauschsystem des Europools. Typischerweise (wie im Nachfolgenden) ist die nach EN 13698-1 genormte, mehrwegfähige Transportpalette mit einer Grundfläche von 0,96 Quadratmetern (0,4 Lademeter) und den Maßen 1200 mm × 800 mm × 144 mm (Länge × Breite × Höhe) sowie einem Eigengewicht von 20 bis 24 kg (je nach Holzfeuchte) gemeint. Sie wird von 78 Spezialnägeln zusammengehalten (gelegentlich auch 81 Nägeln). Die Europalette ist UIC-genormt und entspricht den Bestimmungen der European Pallet Association (EPAL)

 

die Geschichte der Europalette:

Anfang 1961 und in den darauf folgenden Jahren unterzeichneten einige europäische Eisenbahnen, die in der Vereinigung der Internationalen Eisenbahnen (UIC) (Union Internationale des chemins de fer) organisiert sind, einen Vertrag über eine tauschbare Palette, mit dem Namen Europalette.

Ende 1968 wurde von einigen Bahnen ein weiterer Vertrag über eine tauschbare Boxpalette mit dem Namen Eurogitterbox unterschrieben.

Die unterzeichnenden Eisenbahnen waren zur Einhaltung der Normen, der Herstellung und zur Reparatur der Europaletten sowie der Eurogitterboxen verpflichtet. Die Überwachung bzw. die Gewährleistung zum störungsfreien Tausch im EPP (Europäischer Palettenpool) wurde vertraglich vereinbart.

Mitte der 1970er Jahre hat die Deutsche Bundesbahn ihre Rechte der Zeichen DB, RAL-RG 993, ovales EUR und EPAL an den Europaletten und Eurogitterboxen „Gütegemeinschaft Paletten“ dem heutigen Europäischen Dachverband des EPAL übertragen und die Zeichen wurden somit markenrechtlich geschützt.[2]

Mittlerweile gibt es vier verschiedene Marken (WORLD, EPAL, CHEP, LPR), die rechtsverbindlich eingetragen sind und unter denen Europaletten hergestellt werden. Bei allen handelt es sich um Holzpaletten, bei denen der konstruktive Aufbau die vom Anwender landläufig als „Europalette“ bezeichnete Palettenbauform ist. Der Stand der Technik wurde unter anderem in der Gebrauchsmusterschrift von Julius Hofer (Erbach) vom Deutschen Patentamt unter der Nummer DE 1 935 973 U1 (Anlage 1) am 31. März 1966 veröffentlicht.

Heute wird diese oben genannte Palettenbauform unter verschiedenen Markennamen in standardisierten Baugrößen nach EN 13698-1 gefertigt und zumeist in dem vom Verbraucher als „Europalette“ bezeichneten Palettenformat 800 mm × 1200 mm am Markt angeboten.

Seit dem 1. August 2013 muss auf allen Randklötzen die Aufschrift EPAL im Oval stehen, damit die Palette eine EPAL-Palette ist. Die Beschriftung EUR fällt weg.

 

Spezifikationen der Europalette:

  • Bretter:  11
  • Nägel: 78
  • – Klötze: 9
  • – Länge: 800 mm
  • Breite: 1.200 mm
  • Höhe: 144 mm
  • Gewicht: ca. 25 kg
  • Tragfähigkeit: 1.500 kg
  • Auflast: max.  4.000 kg bei Stapelung auf einem soliden und ebenen Untergrund

 

Kennzeichnungen auf einer Europalette:

Einbrand der European Pallet Association e.V.

IPPC-Einbrand gemäß den nationalen Pflanzenschutzbestimmungen (Für EPAL-Paletten Pflicht seit 01.01.2010)

– Länder-Code

Registriernummer der zuständigen Pflanzenschutzbehörde

Behandlungsmethode (Hitzebehandelt engl.: Heat Treatment)

EPAL-Prüfklammer (obligatorisch)

Prüfnagel (Nur vorhanden, wenn es sich um eine reparierte Palette handelt)

Lizenznummer – Jahr – Monat